August 2026

  • Es gibt sie immer, diese eine Socke, die nach der Wäsche noch leidlich auf dem Ständer hängt und nirgendwo dazugehört. Eine Umarmung für alle, die sich manchmal wie besagte Socke fühlen.
  • Mit F. und F. liege ich im Park auf der Picknickdecke, jeder irgendwie auf dem anderen. Und es ist schön, so eine Nähe zu spüren. So ungezwungen, einfach, weil man sich mag. Echte Freunde und echte Nähe.
  • Als ich um 2 Uhr auflege, bin ich beschwingt von dem Telefonat mit K. Es ist viel Zeit vergangen und es ist schön zu hören, wie er wächst und seinen Weg geht, so ungewiss und angsteinflößend er gelegentlich sein mag—und dabei immer mehr sich selbst kennenlernt.
  • Der Blick auf die von Bäumen gesäumte Straße an diesem Morgen löste in mir ein Verlangen aus. Sonnenschein auf sich bereits färbenden Blättern wehte mir eine kleine Idee ins Herz. Sowas wie das melancholische Erwarten des Herbstes, seinen warmen Pullis und heißen Getränken. Eingekuschelt mit einem guten Film.
  • Stift und Papier—welch eine himmlische Gabe des Universums ihr doch seid. Ich spüre beim Schreiben förmlich, wie zerreißende Gedanken auf dem Papier ihre Ruhe finden.
  • Die beste heiße Schoki ist eine gesalzene im Omen Café in Hamburg.
  • Ich lerne diesen Monat den Unterschied zwischen einsam und allein sein. In dem einen Zustand findet man Ruhe bei sich und der andere stößt einen schmerzhaft weg von sich selbst.
  • Als ich V. davon erzähle, was mich betrübt, schickt er mir ein Lied auf Spotify mit der Unterschrift »Ein Song der voller Kraft steckt«—Was habe ich bloß für wunderbare Freunde!
  • UNO spielend sitzen wir, P. und ich, an der Elbe und blicken auf die Elphi, tagträumen über Bergwanderungen und Urlaub am Gardasee. Danach gibt es Pizza bei Andronaco—ein Full-Circle Moment.
  • Bewegend ohne große Gesten: Strange River. Ein Meisterwerk des analogen Films, mit—auf den ersten Blick—unzusammenhängenden Szenen, die doch durch ein Element ihren Einklang finden: Wasser. Oder genauer: die Donau. Ich dachte nicht, dass mich der Anblick von durch Blätter geworfene Schatten auf ein Klavier in der HfG Ulm zum Weinen bringen kann.
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