September 2026

As Seen Below (2026) von James Turrell im ARoS in Aarhus
  • Am Geburtstag von P. (alles Liebe!) unterhalte ich mich lange mit F., der Jura studiert, über unterschiedliche Ansätze von Rechtsprechung in Europa. Sein Wissen übersteigt meines natürlich deutlich, aber ich genieße die Konversation dennoch. Begeisterung macht jeden Menschen interessant.
  • Bei IKEA: Künstliche Weihnachtsbäume schmücken bereits den Eingangsbereich. Rote Baumkugeln glänzen mich an. Wer kauft das denn jetzt schon? Wer kauft das denn überhaupt?
  • Angespannt sitze ich auf meinem Platz. Habe meine Fäuste geballt. Hauptsächlich wegen des Films: Gentle Monster. Aber meine alles kommentierende Sitznachbarin trägt auch einen großen Teil dazu bei.
  • Drohnenshow an den Landungsbrücken: »Ohhhs« und »Ahhhs« füllen die Luft. Fußbälle, Fischbrötchen, Anker und Herzen flimmern über der Elbe; dann eine Pride-Flagge—vereinzelter Jubel.
  • »Du bist aber groß geworden!« hörte ich bestimmt zehnmal auf der Geburtstagsfeier meines Vaters. Viele Gesichter habe ich für mehrere Jahre nicht gesehen. »Du hast dich gar nicht verändert« ein anderer Kommentar.
  • Typografienerd, der ich bin, freute ich mich über eine Entdeckung besonders: Butterick’s Practical Typography. Ein wunderbares Artefakt, um es zu teilen—um das Typografieverständnis der Allgemeinheit zu verbessern.
  • In As Seen Below von James Turrell: Eine ältere Dänin spricht mich an und fragt mich etwas nach meiner Kamera. Ich antworte auf Englisch, dass ich kein Dänisch spreche, und sofort wechselt sie fließend auf dieselbe Sprache. Wir unterhalten uns kurz und am Ende wünscht sie mir noch eine schöne Zeit in Aarhus. Nuttet!
  • Das Highlight an meinem Geburtstag: Die erste deutsche Vorstellung des Films From Inside Out über die Arbeit des Schweizer Architekten Peter Zumthor—in 3D und mit Besuch des Regisseurs Wim Wenders. Eine sich ständig wandelnde und lebendige Dokumentation mit einem überraschend musikalischen Abschluss. Großes Kino über sehr bewegende Gebäude.
  • Jim Queen: Was für ein genial-selbstironischer Film! Ich habe Tränen gelacht und mir noch auf dem Rückweg Karten für ein Encore mit F. besorgt.
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